Der Schmetterlingsnebel und die Fleischerhaken-Galaxie

Hier habe ich schöne Bilder von einen Sterbenden Stern (Planetarische Nebel NGC 6302),  und einer Galaxie mit den schönen Namen “Fleischerhaken-Galaxie” (Katalogbezeichnung NGC 2442).

Als Schmetterlingsnebel wird der rund 4000 Lichtjahre von uns entfernte Planetarische Nebel NGC 6302 im Sternbild Skorpion bezeichnet.

Bild Credits: NASA/ESA

hs-2009-25-f-xlarge_web Ein eindrucksvolles Schauspiel bietet dieser Planetarische Nebel im Sternbild Skorpion. Er zeigt das Ende eines Sterns mit ursprünglich rund fünf Sonnenmassen an, der rasch seinem Ende als Weißer Zwerg entgegeneilt. Der 3800 Lichtjahre von uns entfernte Stern bläst große Mengen an Gas und Staub in seine Umgebung, es ist das Material seiner äußeren Schichten. Noch vor rund 2000 Jahren befand sich hier ein Roter Riese, dessen Platz nun der Schmetterlingsnebel NGC 6302 einnimmt. Sein Alter ließ sich aus seiner Größe und der gemessenen Expansionsgeschwindigkeit ableiten. Als der nukleare Brennstoff im Inneren des Roten Riesen erschöpft war, zog sich seine Kernzone zu einem kompakten Gebilde von etwa der Größe der Erde zusammen. Die Masse dieser kompakten und sehr heißen Kugel aus entarteter Materie kann dabei bis zum 1,4-Fachen der Sonnenmasse betragen. In den Endphasen von Roten Riesen setzt ein enormer Sternwind ein, der den Großteil der Sternmasse in das umgebende All verteilt. Zurück bleibt der Kern als Weißer Zwerg. Wegen seiner hohen Temperatur strahlt er große Mengen an ultravioletter Strahlung aus, welche die von ihm vorher ausgeworfenen Gas- und Staubmassen auf bis zu 20 000 Kelvin aufheizt und zum Aussenden von sichtbarem Licht anregt. Mittlerweile hat sich die Gaswolke über rund zwei Lichtjahre ausgedehnt. Das Bild wurde einige Wochen nach der Wiederinbetriebnahme des Weltraumteleskops Hubble nach der letzten Wartungsmission mit der neuen Weitfeldkamera WFC-3 aufgenommen. Es enthüllt eine komplexe Geschichte der Gasauswürfe vom Stern: Als Roter Riese begann dieser, seine äußeren Schichten abzublasen, bevorzugt am Äquator. Das Gas entwich mit einer Geschwindigkeit von rund neun Kilometern pro Sekunde und bildete einen torusförmigen Ring um den Stern aus. Später bliesen heftigere Sternwinde senkrecht zum Äquator schnellere Gasströme aus, welche die »Flügel« von NGC 6302 erzeugten. Als sich das Sternzentrum weiter aufheizte, entwich ein mit 900 Kilometern pro Sekunde noch wesentlich schnellerer Sternwind ins All, der die Strukturen weiter veränderte. Die fingerähnlichen Gebilde in den »Flügeln« dürften dichtere Reste der vorher ausgeworfenen Gasmassen sein, die dem schnellen Sternwind noch widerstehen.

Quelle: Uni-heidelberg.de

 

Die Fleischerhaken-Galaxie (Katalogbezeichnung NGC 2442) im südlichen Sternbild Volans (zu deutsch der „fliegende Fisch“) ist leicht an ihren asymmetrischen Spiralarmen zu erkennen. Das charakteristische Erscheinungsbild der Galaxie dürfte durch Gezeitenwechselwirkungen mit einer anderen Galaxie verursacht worden sein. Bisher jedoch konnten die Astronomen weder den genauen Zeitpunkt dieser Begegnung noch den „Übeltäter“ ausfindig machen.

Fleischerhaken-Galaxie. Image Credit: ESO

Die Fleischerhaken-Galaxie (Katalogbezeichnung NGC 2442) im südlichen Sternbild Volans (zu deutsch der „fliegende Fisch“) ist leicht an ihren asymmetrischen Spiralarmen zu erkennen. Das charakteristische Erscheinungsbild der Galaxie dürfte durch Gezeitenwechselwirkungen mit einer anderen Galaxie verursacht worden sein. Bisher jedoch konnten die Astronomen weder den genauen Zeitpunkt dieser Begegnung noch den „Übeltäter“ ausfindig machen.
Das hier gezeigte Übersichtsbild wurde mit dem Wide Field Imager am MPG/ESO 2,2 Meter Teleskop auf La Silla in Chile aufgenommen. Es zeigt sehr deutlich die Doppelhaken-Form, der die Galaxie ihren Spitznamen verdankt. Auch einige andere Galaxien in der Nähe von NGC 2442 sowie viele weit entfernte Hintergrundgalaxien sind deutlich zu sehen. Zwar erreichen die vom Boden aus gewonnen Aufnahmen des Wide Field Imagers nicht die Bildschärfe des Hubble-Weltraumteleskops. Dafür zeigt jedes Bild einen viel größeren Himmelsausschnitt als bei Hubble-Aufnahmen. Um beide Vorteile zu nutzen, verwenden Astronomen nicht selten eine Kombination von Aufnahmen beider Instrumente.

Fleischerhaken-Galaxie. Image Credit: ESO

Eine Nahaufnahme des NASA/ESA-Weltraumteleskops Hubble (eso1115b) zeigt den Kern der Galaxie und den kompakteren der beiden Spiralarme. In diesem Spiralarm explodierte 1999 ein massereicher Stern am Ende seines Lebens als Supernova. Der Vergleich dieser Aufnahme aus dem Jahr 2006 mit Hubble-Bildern aus dem Jahr 2001 und älteren Aufnahmen bodengebundener Teleskope ermöglichte es den Astronomen, den Tod des Sterns im Detail zu untersuchen. Zum Zeitpunkt der hier gezeigten neuen Aufnahme war die Supernova selbst bereits soweit verblasst, dass sie nicht mehr erkennbar ist.
Durch die ESO-Beobachtungen wird auch das andere Ende des Lebenszyklus der Sterne in der Hubble-Aufnahme klar erkennbar: Überall in der Galaxie, und insbesondere im längeren der beiden Spiralarme, zeigen sich rosa und rot leuchtende Sternentstehungsgebiete. Ihre Farbe zeigt die Anwesenheit von Wasserstoffgas, das von der Strahlung frisch geborener Sterne zum Leuchten angeregt wird.
Die derzeitige Episode heftiger Sternentstehung dürfte durch die gleiche Beinahe-Kollision mit einer anderen Galaxie ausgelöst worden sein, die der Fleischerhaken-Galaxie auch ihre eigenartige Form verliehen hat. Die dabei wirkenden Gezeitenkräfte haben nicht nur die Galaxie als ganzes verformt, sondern auch Gaswolken in ihrem Inneren kollabieren lassen.

Quelle: ESO

Top-Bilder von einen Top-Teleskop (Hubble) im Weltraum !

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